Städtisches Museum für Alte Kunst (im Palazzo Madama)

Städtisches Museum für Alte Kunst (im Palazzo Madama)

Piazza Castello 79. (Öffnen Sie die Karte)

Beschreibung

Das Museo Civico d'Arte Antica belegt den Palazzo Madama an der Piazza Castello in Turin. Seine mehr als siebzigtausend Werke reichen vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert: Skulpturen, Gemälde, Keramik, Elfenbein, Gold, Silber, Möbel und Textilien, in fünfunddreißig Sälen auf vier Etagen, dazu ein Panoramageschoss.

Der Rundgang steigt Etage für Etage durch die Zeit und passt zu allen, die piemontesische Kunst in ihrem ursprünglichen Rahmen sehen wollen: Der Palast selbst gehört zum Besuch, mit seinen römischen Fundamenten, dem Senatssaal und den Gemächern der Madame Reali.

Man beginnt im Untergeschoss mit dem Mittelalter: piemontesische Skulpturen, ein Mosaik aus dem Dom von Acqui und die Goldschmiedekunst des Schatzes von Desana. Im Erdgeschoss folgen gotische und Renaissancekunst im großen Saal, den Ludovico d'Acaja Anfang des 15. Jahrhunderts bauen ließ.

Der Schatzturm aus dem 15. Jahrhundert bewahrt einige der repräsentativsten Werke des Museums: das Bildnis eines Mannes von Antonello da Messina und die illuminierte Handschrift der Très belles Heures de Notre Dame von Jean de Berry, dazu Objekte aus der Wunderkammer Karl Emanuels I. von Savoyen.

In der Beletage betritt man die prunkvoll ausgestatteten Gemächer der Madame Reali, mit Gemälden und Möbeln des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter Möbel von Pietro Piffetti. Das zweite Obergeschoss gehört dem Kunsthandwerk: Keramik, Elfenbein, Glas, Textilien, Bronzestatuetten. In weiteren Sälen stehen Skulpturen zum Thema der Beweinung des toten Christus.

Das Stadtmuseum von Turin entstand 1863 in der Nähe der Mole Antonelliana. 1934 zogen seine Sammlungen alter Kunst hierher, in den Palast, der von 1832 bis 1865 der erste Sitz der Galleria Sabauda gewesen war.

1865 zog der Senat des Königreichs, der seit 1848 im Palast tagte, nach Florenz. Das Museum wurde nach der Restaurierung 2006 wieder für die Öffentlichkeit geöffnet und zeigt regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen.

Wer ganz nach oben steigt, findet das Panoramageschoss über allen anderen.

Das Gebäude hat eine zweitausend Jahre lange Geschichte: römisches Tor, Wehrhaus, Burg der Fürsten von Acaja, barocker Palast der Madame Reali. Die Säle folgen den Schichten dieser Geschichte, von den ältesten zu den jüngsten.

Nicht verpassen
• Der Schatzturm.
• Antonello da Messinas Bildnis eines Mannes.
• Die Très belles Heures von Jean de Berry.
• Die Gemächer der Madame Reali.

Schon gewusst?
• Im Schatzturm gibt es auch Objekte aus der Wunderkammer Karl Emanuels I. von Savoyen.
• Das Museum hat seit 2010 eine eigene Jahreszeitschrift, „Palazzo Madama. Studi e notizie“.